Fonds & Investments

Welches ist die richtige Strategie?

Aktien FondsInvestmentfonds wurden geschaffen, um dem Anleger das Problem der Entscheidungsfindung abzunehmen, welche Aktie denn nun die geeignete sei, da diese Entscheidung ein Laie niemals treffen kann. Und deshalb übergibt der Investmentanleger diese Entscheidung an ein entsprechendes Fondsmanagement, welches eigentlich dieses Metier beherrschen sollte. Und warum, fragen wir uns jetzt, sollte der Anleger, der einem professionellen Management diese Aufgabe übergibt, den Investitionsspielraum für das Fondsmanagement gleichzeitig in irgendeiner Art und Weise beschränken?

Denn nichts anderes wäre die Investition in einen Themen-, Branchen- und/oder Spezialitätenfonds. Hier sollte jedem klar sein, dass dem Fondsmanagement ein eingegrenztes Investitionsfeld zur Verfügung steht. Und bedenkt man jetzt, dass die Investition in einen Aktienfonds eine Anlage für mindestens zehn Jahre und mehr ist, stellt sich die Frage, welcher dieser "begrenzten Fonds" jemals über einen langfristigen Zeitraum überhaupt nennenswerte, zweistellige Ergebnisse erwirtschaftet hat?

Noch einmal: Ein Investmentfonds ist eine langfristige Anlage. Branchen-, Themen- und Spezialitätenfonds unterliegen jedoch Trends, welche in keinem Falle langfristig positiv laufen. Und sofern eine ganze Branche schlecht läuft, ist der Fondsmanager dennoch gezwungen, seine Investitionen hier zu tätigen. Und das kann nur von Nachteil für den Anleger sein. Investiert man somit in einen solchen Fonds, so muss man zwangsläufig den Verlauf dieser Anlagen stark beobachten und ist gezwungen, bei negativen Zeichen sofort zu reagieren. Und da stellt sich doch die Frage, ob man die Aufgabe eines Fondsmanagements übernehmen soll oder will? Denn gerade das ist doch die Aufgabe des Fondsmanagements, nicht die des Anlegers oder Vermittlers, die hierzu in den meisten Fällen nicht im Stande sind.

Kunden lassen sich dazu hinreissen, in diese speziellen Fonds zu investieren. Gäbe es keine Alternativen, so könnten wir dies ja nachvollziehen. Aber wir alle kennen doch die Alternative, den konservativ gemanagten Aktienfonds. Denn das Management dieser Fonds ist im Stande, in allen Branchen, die der Markt bietet, das Kapital des Kunden zu investieren. Damit ist der Kunde auch in allen Trendmärkten dabei, begrenzt aber nicht die Entscheidungsfreiheit seines Managements. Hier kann das Management immer dort investieren, wo es aktuell Sinn macht. Und hier wird diese Entscheidung von einem professionellen Fondsmanagement getroffen. Der Kunde, der der Meinung ist, er könne dies, sollte besser gleich Aktien verkaufen, denn Aktien sind als kurzfristige, spekulativere Anlagen geeigneter als Investmentfonds. Oder, sofern er der Meinung ist, er habe das Zeug zu einem Experten, als Vermögensverwalter praktizieren, denn dann ist genau dies seine Aufgabe. Und an seinen Ergebnissen wird er in Folge gemessen.

Und noch weiter: Auch die Aussage, als Beimischung könnten gewisse Branchen-, Themen- und/oder Spezialitätenfonds einen Sinn ergeben, bewerten wir als unsinnig. Denn der gleiche Anleger könnte seine Investition auch auf mehrere konservative Aktienfonds verteilen, erneut ohne das Risiko einer Beschränkung des Fondsmanagements. Unsere Philosophie lautet deshalb, Finger weg von all diesen beschränkten Investmentfonds! Denn diese geben bei üblicher, langfristiger Betrachtung keinen Sinn!

Die Investmentermittlung sollte sich begrenzen auf die folgenden Auswahlkriterien:

Auswahl

Ausschließlich in große, konservative Investmentfonds, die eine mindestens zehnjährige oder längere Vergangenheit aufweisen können.

Anlageregion

Europa, USA/Nordamerika oder International.

Anlagestrategie

Growth-Strategie oder Value-Strategie, optimal ist eine Mischung aus beidem.

Fondsauswahl

Ausschliesslich die Siegerstrategie, die besten der letzten 10-20 Jahre, die auch bei kurzfristiger Betrachtung zu den besseren ihrer Klasse zählen.

Grundsätzlich war in der Vergangenheit in Bezug auf die Performance die oben genannte Siegerstrategie immer die erfolgreichste. Und so wird es wohl auch bleiben. Also sollten Sie als Anleger sich nicht von den Diskussionen über aktuelle Trends, Meinungen, neue Fonds und dergleichen beeindrucken lassen. Denn wer hat denn in der Vergangenheit immer die grössten Verluste eingefahren und welche Kunden sind denn am Jammern? Doch nicht diejenigen, die die Siegerstrategie empfohlen bekommen haben. Nein, sondern die Kunden, die von angeblichen Profis beraten wurden, mit und ohne professionelle Technologie, bei Vermittlern wie bei Banken.

Aus diesen Gründen lautet unsere Empfehlung immer wieder:

Setzen Sie nur und ausschliesslich auf die Sieger des letzten Zehn- bis Zwanzigjahresbereiches, betrachten Sie kurz, ob diese auch im kurzfristigen Bereich im oberen Durchschnitt liegen, wählen Sie Europa, USA/Nordamerika oder International als Region, keine Schwellenländer und Emerging Markets und verteilen Sie auf Growth- und Value-Strategien (nehmen sich im langfristigen Bereich nichts). Das ist einfach, ermöglicht eine solide Investitionsbasis.

Fonds - Besteuerung

Bei in Deutschland aufgelegten Fonds werden ab 2009 25 Prozent der jährlichen Erträge aus Dividenden, Mieten und Zinsen sofort von der Fondsgesellschaft oder der Depotbank an den Fiskus abgeführt. Anleger mit geringerem persönlichem Steuersatz können sich den Differenzbetrag zurückholen. Bei im Ausland aufgelegten Fonds werden die jährlichen Erträge in voller Höhe zugunsten der Anleger in den Fonds reinvestiert oder an sie ausgeschüttet. Diese Einkünfte sind in der Steuererklärung anzugeben.



Mehr Infos zum Thema

Finanzamt

Steuerliche Behandlung

Einkommen aus Kapitalvermögen unterliegen der Einkommenssteuerpflicht