Bausparen

EinfamilienhausSchöne Werbung...  “Wer verfolgt nicht den Traum von den eigenen vier Wänden, vom eigenen Häuschen, womöglich noch im Grünen? Die eigene Immobilie bietet persönliche Freiräume und stellt zusätzlich eine solide Investition für das Alter dar.” ... “Und jetzt gibt es auch noch die Riester - Förderung, ein staatlicher Zuschuss für Bauwillige.”

Diese Werbung lockt alle unwissenden in das Büro des Bausparkassenvertreters oder öffnet diesem sogar die Tür in Ihre eigene Wohnung. Es wird gelockt mit günstigen Baudarlehen für die Finanzierung der eigenen vier Wände. Doch wo Licht ist, da ist auch Schatten. Welcher Bausparkassenvertreter geht bei seiner Beratung aber auf die Nachteile einer solchen Finanzierung ein? Mir ist keiner bekannt, denn wenn er das ansprechen würde, dann hätte er keinen Kunden mehr der 40.000, 60.000 oder sogar über 200.000 Euro Bausparsumme bei Ihm abschliesst und seine Existenz stünde auf dem Spiel.

Fragen Sie Ihrem Bausparkassenvertreter einmal nach der Gesamtlaufzeit Ihrer Finanzierung unter Berücksichtigung der tatsächlichen Zuteilungszeit Ihres Bausparvertrages und wann es denn endlich soweit ist dass er erst einmal die Zuteilungsreife erreicht hat. Egal ob Sie 40% oder 50% Eigenkapital in Ihren Bausparvertrag einsparen müssen. Aber erst einmal genug über Bausparverträge für Finanzierungen hergezogen, es gibt ja auch etwas positives zu berichten (nicht was Finanzierungen betrifft).

Staatliche Förderungen:

Sparen über Bausparverträge wird ja auch vom Staat gefördert. Einzige Bedingung, wenn kein Darlehen genommen wird, das Geld muss für Wohnwirtschaftliche zwecke genutzt werden. Wer vorher an sein Geld heran muss oder will ohne es für Wohnwirtschaftliche zwecke nutzt, dem wird die Förderung wieder gestrichen bzw. er muss diese zurück erstatten.

  • Fördermöglichkeit: 9% Arbeitnehmersparzulage werden jährlich auf vermögenswirksame Leistungen (über Arbeitgeber) bis maximal 470 Euro (empfohlener Monatsbeitrag 40 Euro) für Ledige bzw. 960 Euro (empfohlener Monatsbeitrag 80 Euro) für Verheiratete gewährt. Voraussetzung ist, dass das zu versteuernde Einkommen des/der Bausparer(s) nicht über 17.900 Euro bei Ledigen bzw. 35.800 Euro bei Verheirateten liegt.
  • Fördermöglichkeit: 8,8% Wohnungsbauprämie werden jährlich auf Sparleistungen bis maximal 512 Euro (oder 43 Euro Monatsbeitrag) für Ledige bzw. 1.024 Euro (oder 86 Euro Monatsbeitrag) für Verheiratete gewährt. Voraussetzung ist: Das zu versteuernde Einkommen des/der Bausparer(s) liegt nicht über 25.600 Euro bei Ledigen bzw. 51.200 Euro bei Verheirateten. Die Wohnungsbauprämie kann jeder, der unter den genannten Einkommensgrenzen liegt, ab dem 16. Lebensjahr beantragen.
  • Fördermöglichkeit: Riester - Förderung beim Bausparen und Finanzierungen eines Eigenheimes. Das kann für Sie ein Spass werden und/oder der absolute Albtraum. Den “Spass” haben Sie bei der Beratung, denn bisher habe ich noch keinen Vertreter erlebt der wirklich ALLES erklärt hat. Der “Albtraum” erwischt Sie dann im Rentenalter oder beim Verkauf Ihrer geliebten, Riester bezuschußten, vier Wände. Näher auf dieses Thema einzugehen füllt mehrere Seiten bis es verständlich dargestellt ist. Aus diesem Grund möchte ich Sie bitte, bei Interesse anzufragen oder einen persönlichen Termin zu vereinbaren.

Der Guthabenzins bei Bausparverträgen liegt, je nach Tarif der Bausparkassen, zwischen 0,5 % bis maximal 4,00 % (unter ganz bestimmten Voraussetzungen). Bitte fragen Sie bei Guthabenzinsen über 3 % hartnäckig nach wie diese zustande kommen. Viel Spass....

Bei jedem Bausparvertrag ist eine sogenannte “Abschlussgebühr” (auch Vertreterprovision), zwischen 1% bis 1,6% der abgeschlossenen Bausparsumme, fällig. Je höhe die Bausparsumme, um so höher die Abschlussgebühr und auch die Provision Ihres Bausparkassenvertreters. Es gibt Bausparkassen die Ihnen diese Abschlussgebühr auch wieder zurück erstatten, aber nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen. Es empfiehlt sich auch hier den genausten Werdegang zu hinterfragen, Ihr Bausparkassenvertreter wird es Ihnen danken.....

Auch bei Bausparverträgen fällt eine jährliche Kontoführungsgebühr an. Fragen Sie nach....

Empfehlung:

Wenn Sie Ihren Bausparvertrag nutzen wollen um die staatlichen Förderungen auszuschöpfen und kein Darlehen aus diesem Vertrag ziehen wollen, dann wählen Sie die maximale Bausparsumme nur so hoch wie Ihre Einzahlungen + staatliche Förderung + Guthabenzinsen innerhalb der Bindefrist von 7 Jahren als Summe ergibt. Das freut keinen Bausparkassenvertreter aber schont Ihren Geldbeutel.

Die Bausparsumme, über die ein Bausparvertrag abgeschlossen wird, setzt sich zusammen aus:

  • dem Bausparguthaben und
  • dem Bauspardarlehen

In der Regel müssen Sie als Bausparer, je nach Tarif, zunächst zwischen 40% und 50% der Bausparsumme ansparen, damit Sie von der Bausparkasse das Darlehen über den Rest der abgeschlossenen Bausparsumme ausbezahlt bekommen.

Darlehen

Die Zuteilung des Bauspardarlehens erfolgt nicht, wie viele Bausparer fälschlicherweise vermuten, wenn sie das erforderliche Bausparguthaben angespart haben. Der Zeitpunkt der Zuteilung steht nämlich nach dem Abschluss des Bausparvertrages noch nicht fest, sondern ist vielmehr davon abhängig, wie viel Guthaben der Bausparkasse zu den jeweiligen Zuteilungsterminen insgesamt zur Verfügung steht. (Wartezeiten lagen in der Vergangenheit zwischen 6 bis 72 Monaten, ja richtig gelesen MONATE)

Fliessen der Bausparkasse sehr viele Gelder zu, kann sie auch viele Bauspardarlehen vergeben. Dies hängt zum einen von der Anzahl der neu abgeschlossenen Bausparverträge ab, zum anderen von der Höhe der jeweils von allen Bausparern eingezahlten Bausparguthaben. Nimmt eine Bausparkasse also in Boomzeiten viele Gelder ein, kann sie auch mehr Bauspardarlehen zuteilen. Den Bausparkassen ist es aus diesem Grund auch gesetzlich verboten, einem Bausparer den genauen Zeitpunkt der Zuteilung zu versprechen oder mit geringen Wartezeiten zu werben. Beachten Sie: Gesetzlich wurde sogar eine Mindestwartezeit festgelegt. Die Zuteilung eines Bauspardarlehens kann frühestens 18 Monate nach Abschluss des Bausparvertrages erfolgen.

Damit ein Bausparvertrag zugeteilt werden kann, müssen drei Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Am Bewertungsstichtag muss das Mindestsparguthaben (gemäß den ABB) erreicht sein. Das Mindestsparguthaben beträgt in der Regel je nach Bausparkasse und Tarif zwischen 40% und 50 % der Bausparsumme.
  • Der Bausparvertrag muss über eine ausreichend hohe Bewertungszahl verfügen. Diese hängt auch von der Bausparkasse und dem jeweiligen Tarif ab.
  • Nach der Mitteilung über die Zuteilung des Bausparvertrages hat der Bausparer innerhalb von vier Wochen ab Datum der Zuteilung zu erklären, ob er die Rechte aus der Zuteilung wahrnimmt (Zuteilungsannahme). Ansonsten erlischt sein Anspruch auf das Darlehen.

Die Höhe dieses Kredites (Darlehen) ist die Differenz zwischen der vereinbarten Bausparsumme und Ihrem Bausparguthaben. Die Auszahlung des Darlehens erfolgt normalerweise zu 100%, da Sie ja bereits bei Abschluss des Bausparvertrages eine Abschlussgebühr bezahlt haben.

Allerdings gibt es auch Tarife der Bausparkassen, die die Möglichkeit eines Disagios vorsehen. Unabhängig davon kann das Darlehenskonto mit einer Darlehensgebühr belastet werden (i.d.R. 2% der Darlehenssumme) und es können gegebenenfalls weitere Verwaltungskosten anfallen. Die Verwaltungskosten liegen normalerweise bei einigen Promille der Darlehenssumme. Fragen Sie bitte hartnäckig nach diesen Kosten nach.

Laufzeit des Darlehens

Die Laufzeit des Bauspardarlehens ist angesichts der höheren Tilgungsraten deutlich kürzer als bei einem Hypothekarkredit. Sie liegt im Allgemeinen bei 10 bis 12 Jahren.

Wie ein Hypothekenkredit, muss auch das Bauspardarlehen abgesichert werden. Dazu wird eine Grundschuld in Höhe des Kredites ins Grundbuch eingetragen. Allerdings kann man nicht das ganze Grundstück, bzw. die ganze Immobilie durch ein einziges Darlehen finanzieren.

Die Höhe des Kredites ist abhängig von Beleihungswert und Beleihungsgrenze des Objekts. Der Beleihungswert beläuft sich auf etwa 70 bis 90 % des Marktwertes. Bei 80 % des Beleihungswertes setzten Bausparkassen normalerweise die Beleihungsgrenze fest, bis zu der ein Kredit vergeben werden kann. Nicht immer ist allerdings die Eintragung einer Grundschuld nötig. Wenn das Darlehen unter 10.000 Euro liegt, können auch andere Formen der Besicherung mit der Bausparkasse vereinbart werden.

Zwischenfinanzierung

Oft ist die Mindestsparsumme schon angespart, die Mindestbewertungszahl aber noch nicht erreicht. Benötigt man in diesem Falle ein sofortiges Darlehen, etwa weil man das Traumobjekt gefunden hat, bieten die Bausparkassen einen Zwischenkredit an. Diese Form der Zwischenfinanzierung sollte man möglichst nicht in Anspruch nehmen.

Viele Bausparer vermuten, dass sie jetzt nur einen Kredit in Höhe des Bauspardarlehens aufnehmen müssen, nicht aber über das von Ihnen angesparte Bausparguthaben. Dies ist nicht der Fall! Sie als Bausparer müssen einen Kredit in Höhe der gesamten Bausparsumme aufnehmen, also auch auf jenen Teil, den Sie bereits selbst angespart haben. Zwar bekommen Sie weiterhin auf das von Ihnen angesparte Bausparguthaben die vereinbarten Zinsen bezahlt, aber die Kreditzinsen sind in diesem Fall wesentlich höher.

Also immer schön nachfragen bei Ihrem Bausparkassenvertreter, denn bei Versicherungen machen Sie es doch auch so lange bis Sie alles wissen. ODER ???

Gern erstellen wir für Sie passende Angebote.

Übersenden Sie uns eine unverbindliche Angebotsanfrage an service@weidenberg-makler.de.



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